Quelleninventar zur
Oldenburgischen
Feuerwehrgeschichte

Ein am 14. September 1989 begonnenes Arbeitsergebnis liegt nun vor. Zurückblickend sieht es der Verbandsgeschäftsführer des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes (OFV), Kamerad Dieter Heimberg, immer noch als richtig an, dass er seinen Kollegen Joachim Schrape, Stadtarchivar a.D., davon überzeugte, ein solches Forschungsvorhaben anzunehmen.

Zudem konnten durch die Mitarbeit des OFV-Verbandsgeschäftsführer im Referat 11 im Technisch Wissenschaftlichen Beirat (TWB) der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) einige überregionale "highlights" herausgefiltert werden. Beispielsweise das Buch von C.D. Magirus (s. S. 12), nach Kenntnisstand von Iveco-Magirus das einzige erhaltene Buch. Oder der Hinweis auf die feuerwehrhistorische Person Hermann Ruhstrat (s. S. 42), der ein gebürtiger Oldenburger war (es gibt sicherlich nicht viele Oldenburger, nach denen ein Schiff benannt wurde, oder der sich große Verdienste in Tokio oder Petersburg [mit Auszeichnung vom Zaren] erwarb). Erstaunt ist nicht nur der OFV-Verbandsgeschäftsführer, sondern auch die Fachwelt darüber, wie viele Pumpenhersteller im Wirkungsbereich des Ol-denburgischen Feuerwehrverbandes tätig waren (Feuerwehrgeschichte ist eben auch Technik-geschichte). Diese Aufzählungen lassen sich beliebig fortsetzen.

Auch war die Entscheidung des OFV-Verbandsgeschäftsführer richtig, alle Namen der Feuerwehrkameraden jüdischen Glaubens zu erfassen und auf die Aktenbestände der vor über 60 Jahren brennenden Synagogen hinzuweisen. Mit einem Zitat von Herrn Ignatz Bubis zu diesem Buch soll dieses Kapitel im Zusammenhang mit der dunkelsten Seite deutscher Geschichte schließen: "Außerdem freut es mich, dass Sie in Ihrem Werk auch auf die Mitwirkung der Mitbürger jüdischen Glaubens hingewiesen haben, was in anderen Bereichen des täglichen Lebens allzuoft vergessen wurde."

Autoren zukünftiger Feuerwehr-Festschriften im OFV-Wirkungsbereich sowie Forscher und Kenner der Feuerwehrgeschichte "in der Fläche", werden es dem Oldenburgischen Feuerwehrverband und Herrn Joachim Schrape danken, dass sie nunmehr in einer hervorragend geleisteten Arbeit aus dem Vollen schöpfen können.

Dieter Heimberg, im Februar 2000