Teilberichte: [ Teil I ] [ Teil III ] [ Teil IV ]
Grußworte der Gäste: [ Tombrägel ] [ Bokelmann ] [ Referat Willers ]

Vertreterversammlung 2001 - Teil II


Der Kreisverbandsvorsitzende Ernst-August Müller (Bokkholzberg) bei seinem Jahresbericht

Landkreis Oldenburg. In seinem Bericht während der Vertreterversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Oldenburg e.V. (KFV) hob Kreisbrandmeister u. KFV-Vorsitzender Ernst-August Müller hervor, dass obwohl das Einsatzgeschehen in 2000 stark rückläufig gewesen ist, es für die Kreisfeuerwehr, dem KFV und seinem Vorstand wieder ein arbeitsintensives Jahr war.

Alle durchgeführten Veranstaltungen des KFV sind wiederum erfolgreich verlaufen, berichtete Müller. „Die guten Vorbereitungen der ausrichtenden Ortsfeuerwehren und die großzügige Unterstützung durch die jeweiligen Gemeinden möchte ich hiermit lobend erwähnen. Zur Zeit haben wir 1.742 aktiven Mitglieder, wobei weibliche Mitglieder in fast allen Ortsfeuerwehren zu finden sind. 342 Jugendfeuerwehrmitglieder in 12 Jugendfeuerwehren, davon 79 Mädchen und zwei ausländische Mitbürger, zeugen von einer guten Jugendarbeit und es freut mich besonders, dass von der Gemeinde Hatten drei weitere Jugendfeuerwehren in Gründung signalisiert wurden. Die im Sinne des diesjährigen Werbeslogans: „Deine Feuerwehr - Wir kommen mit Sicherheit“, gestellten Aufgaben haben die Feuerwehren mehr als erfüllt und ihre Daseinsberechtigung bewiesen“.


Nach seiner Auszeichnung mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold durch OFV-Vors. Ludwig Tombrägel (r.) konnte Kreisbrandmeister Ernst-August Müller (Mitte) die Glückwünsche seiner geschäftsführenden Vorstandsmitglieder Gemeindebrandmeister Werner Liebl, der das Blumenpräsent überreichte, Schriftführer Bernd Seemann und Kassenführer Detmar Einemann entgegennehmen.

Ständige Warnungen seitens der zuständigen Behörden, aber auch der Feuerwehren, haben sicher wieder manchen unvorsichtigen Umgang mit dem Feuer verhindert. Die Feuerwehr kann immer nur Schäden begrenzen oder mindern, jedoch nicht verhindern. Dieses zeigen auch die durch den Einsatzleitrechner für 2000 ermittelten Zahlen. 357 Brandeinsätze, 193 Hilfeleistungen, 8 böswillige Alarmierungen, dass ergibt insgesamt 558 Einsätze insgesamt. Das sind rechnerisch ca. 1,5 Einsätze pro Tag.

Statistisch gesehen heißt dieses: Jeden Tag ist im Landkreis Oldenburg eine Feuerwehr im Einsatz und an jedem zweiten Tag zwei Feuerwehren. Eine Aufteilung der Brandeinsätze ergibt 148 Kleinbrände, 182 Mittelbrände und 27 Großbrände. Die Aufteilung der Hilfeleistungseinsätze ergibt 155 sonstige Hilfeleistungen, 10 allgemeine Hilfeleistungen mit Rüstwagen, 55 Hilfeleistungen bei VU mit eingeklemmten Personen und drei Gefahrguteinsätze.

Wenn den ermittelten Schadensummen das Zehnfache an geretteten Werten gegenüberstehen, ist es beeindruckend, was von Freiwilligen Feuerwehren im Einsatzdienst geleistet wird, ganz zu schweigen von den vielen Stunden, die für Ausbildung, Übung und anderem geopfert werden. Weiter ging Ernst-August Müller auf die finanzielle Situation der Kommunen und ihrer Verpflichtung gegenüber dem Brandschutz und seiner Einrichtung „Freiwillige Feuerwehr“ ein. Er verwies auf die Eigenleistungen der Feuerwehrmitglieder neben ihrer ständigen Einsatzbereitschaft hin. „Bei der bisherigen guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den Gemeindeverwaltungen, der Kreisverwaltung und ihren Feuerwehren werden sicherlich die gestellten Forderungen nach Fahrzeugen und Gerätschaften in einem vertretbaren Maß Berücksichtigung finden“, so Müller, „wir, die Feuerwehren, haben unser Bestes getan, um Menschen, Tiere und unsere Umwelt vor Not und Schaden zu bewahren. Wir werden das auch im Jahr 2001 und in der Zukunft mit dem gleichen Einsatz tun. Die Feuerwehr ist die älteste und eine der ganz wenigen Bürgerinitiativen, die nichts für sich, sondern nur alles zum Wohle der Gesellschaft fordert“.