[ Teil II ]

KBM Ernst-August MüllerKFV-Vorstandssitzung 2000 - Teil I

Landkreis / Kl. Ippener. "Ein Drittel weniger Löscheinsätze, ab 42 Prozent mehr Hilfeleistungen zeigt die Auswertung der Einsatzleitstelle," berichtete Kreisbrandmeister Ernst-August Müller während der vorweihnachtlichen Vorstandssitzung des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Oldenburg (KFV LkO) den Gästen, wie Landrat Hermann Bokelmann, Leitender Kreiswaltungsdirektor Frank Eger und Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes sowie dem Seniorenkreis des Verbandes in "Hackfeld´s Gasthaus" in Klein Ippener. 226 Brände, davon 205 Kleinbrände, 10 Mittelbrände und 11 Großbrände, und 274 Hilfeleistungen wurden in 2000 bis dato registriert.

Die Hilfeleistungen, so Müller, steigen stetig an. "Statistisch gesehen, sind jeden Tag eine Feuerwehr und alle zwei Tage zwei Feuerwehren im Einsatz", schloss der Kreisbrandmeister seinen Bericht. "Die Feuerwehr stehen im Jahr der Ehrenamtlichen nicht hinten an. Die Feuerwehr ist die älteste Bürgerinitiative, die nichts für sich, sondern zum Wohle anderer Wünsche äußert. Es gibt zu viele Anspruchsdemokraten. Machen müssen es die anderen, Ihr aber packt es an," stellte Landrat Hermann Bokelmann in seinen Gruß- und Dankesworten an die Feuerwehrführungskräfte heraus. Weiter sprach Hermann Bokelmann die Hoffnung aus, dass immer genug junge Menschen sich bereit finden, in der Feuerwehr für die Allgemeinheit tätig zu sein und damit die Pflichtaufgabe der Kommunen zu erfüllen helfen. Kreisverbandsvorsitzender Müller ergänzte: "Wenn jeder jeden helfen würde, wäre jedem geholfen". Gruß- und Dankesworte richtete auch stellv. Oberkreisdirektor Frank Eger an die Anwesenden mit der Bitte, diesen Dank auch an die Feuerwehrmitglieder vor Ort weiterzugeben. Eger unterstrich die gegenseitige, kameradschaftliche Zusammenarbeit miteinander und die Offenheit der Kreisfeuerwehr gegenüber den übrigen Hilfsorganisationen im Landkreis Oldenburg. Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes meinte in seinem Grußwort, dass sich die Samtgemeinde Harpstedt den Luxus gönne, der aber sein muss, sieben Ortsfeuerwehren zu unterhalten. Er betonte im Hinblick auf die vorweihnachtliche Zeit, dass Feiertage eine Atempause der Seele sind. Der Verfasser dieser Aussage habe aber sicher nicht die heutige hektische Zeit gekannt. In knappen Worten ließ Ernst-August Müller die Aufgaben der Kreisfeuerwehr und die das KFV LkO Revue passieren. Positiv wurden das Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr in Wolfshagen/Harz, der Kreisfeuerwehrtag in Falkenburg, die Leistungswettbewerbe mit den großen Erfolgen der acht teilnehmenden Gruppen am Bezirksentscheid in Lingen, die Übungen der Kreisfeuerwehrbereitschaften hervorgehoben. Rund 1.740 Mitglieder verzeichnet der KFV LkO. In der Kreisjugendfeuerwehr sind rund 300 Jugendliche aktiv, davon 82 Mädchen. Leider waren auch neunzehn Unfälle zu melden, davon aber nur zwei bei der Jugendfeuerwehr. "Jeder Unfall ist einer zuviel," merkte Müller an und bat die Gemeindebrandmeister ein Augenmerk auf die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften zu werfen. Nach den Regularien schloss sich in vorweihnachtlicher Atmosphäre eine schöne Feier an. Weihnachtslieder wurden gesungen und zahlreiche Weihnachtsgeschichten vorgetragen.

Bild (Hartmann): KBM Ernst-August Müller (stehend) konnte zu den KFV-Vorstandssitzung zahlreiche Gäste, unter ihnen Landrat Hermann Bokelmann, Ltd.Kreisverwaltungsdirektor Frank Eger (vorne rechts) und Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes (rechts neben Müller) begrüßen.