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Hans Graulich

Vertreterversammlung 2000-
Feuerwehrunfallkasse

Landkreis /Bookholzberg. (hh)  "Sparen, koste was es wolle", so könnte man die Empfehlung des Landesrechnungshofes Niedersachsen nach Überprüfung der sechs Unfallkassen, diese zu einer Landes-Unfallkasse zusammenzuführen, verstehen. Während der Vertreterversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Oldenburg (KFV) am Wochenende in Bookholzberg gingen die Vorsitzenden des LFV NDS, Hans Graulich, und des OFV, Ludwig Tombrägel, auf den Erhalt der Feuerwehr-Unfallkassen (FUK) in Niedersachsen ein.

Der Landesrechnungshof möchte auch, dass das ,,Sponsoring" der öffentlich-rechtlichen Brandkassen unterbleibt; würde man diesem Vorschlag folgen, käme es zwangsläufig zu Beitragserhöhungen und zusätzlichen Belastungen der Kommunen.

Die Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) wird von ihren Selbstverwaltungsorganen (Vorstand und Vertreterversammlung) geführt. Diese Organe setzten sich paritätisch aus Vertretern der Träger des Brandschutzes und auf der Versichertenseite ausschließlich aus Feuerwehrangehörigen zusammen. Diese starke Interessenvertretung der Feuerwehr wäre zukünftig nicht mehr gegeben. In einer landesweiten Unfallkasse hätten die Feuerwehren vielleicht nur noch 1-2 Vertreter in einer Vertreterversammlung. Wegen der besonderen Situation der freiwillig und ehrenamtlich in der besonderen Gefahrenabwehr für die Allgemeinheit tätigen Feuerwehrleute benötigen diese eine starke eigene Vertretung und somit Mitwirkungsmöglichkeiten.
Neben den gesetzlichen Leistungen gewährt die FUK Mehrleistungen, die durch die Selbstverwaltungsorgane in der Satzung verankert wurden. Das erreichte und ausgeprägte Mehrleistungssystem wäre in einem gemeinsamen Unfallversicherungsträger gefährdet und steht auf dem Prüfstand. Nur eine Feuerwehr-Unfallkasse wird bei ihren Entscheidungen, im Rahmen der Gesetze, den besonderen Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehr gerecht.
Beratung und Aufklärung der Feuerwehr stehen im Vordergrund der Präventionsarbeit der FUK. In allen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes werden Hilfestellungen gegeben. Bei persönlichen Schutzausrüstungen,
Ausrüstungsgegenständen oder baulichen Einrichtungen, Ausbildungsmaterialien, Medienpaketen, Modellseminaren, Beratungen und Schulungen ist die FUK kompetenter Ansprechpartner und genießt bundesweite Anerkennung. Die Konzentration der Präventionsarbeit auf die klar abgegrenzte Gruppe der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen wäre in einem Versicherungsträger für alle Bereiche der öffentlichen Hand verloren.
Die FUK werden von den öffentlich-rechtlichen Brandkassen in beachtlichem Umfang unterstützt. Diese Tatsache führt zu einer Entlastung der Kommunen und kommt damit uns allen in unserer Eigenschaft als Steuerzahler zu Gute. Alle öffentlich-rechtlichen Brandkassen in Niedersachsen wären sicherlich bereit, auch künftig eine Feuerwehr-Unfallkasse finanziell zu fördern! Die Feuerwehr-Unfallkasse trägt zur Entlastung der Kommunalen Haushalte bei, betonte LFV-Vors. Hans Graulich. Das Personal der Feuerwehr-Unfallkassen ist zu einem großem Anteil selbst als aktives Mitglied in einer Feuerwehr tätig. Dieser Umstand steht für praxisnahe Erfahrung, Entscheidungen mit Augenmaß und für die traditionelle Nähe zur Feuerwehr. "Die dezentrale Verwaltung der FUK muss beibehalten werden", schloss Graulich.

Harro Hartmann, KPW