Landkreis / Brettorf. (hh) Eine umfassende Aus- und Fortbildung ist das A und O für eine schlagkräftige Feuerwehr. Die Mitglieder in den 31 Ortsfeuerwehren im Landkreis Oldenburg stellen sich dieser Aufgabe immer wieder. 208 Männer und Frauen besuchten elf Lehrgänge der Kreisfeuerwehr. So wurden je zwei Lehrgänge für die Grundausbildung, Atemschutzgerätträger und Sprechfunker abgehalten. Die Fortbildungsveranstaltung für Orts- und Gemeindebrandmeister sowie Funktionsträger der Kreisfeuerwehr besuchten 75 Mitglieder. "Mit einer so großen Zahl von Teilnehmern habe ich nicht gerecht," stellte Kreisbrandmeister Ernst-August Müller lobend heraus. Leider, so stellv. Kreissicherheitsbeauftragter Heino Grashorn, Neerstedt, passierten auch 37 Unfälle, davon 19mal in den Jugendfeuerwehren. "Wir alle, die Verantwortung tragen, aber auch jeder einzelne Aktive, sollte die Unfallverhütung noch ernster nehmen," mahnte Müller an.
"Die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr ist Pflichtaufgabe der Kommunen. Der Umfang der notwendigen Ausrüstung der Feuerwehr wird im wesentlichen von den Ansprüchen und Erwartungen der Bürger bestimmt und dient allein ihrer Sicherheit. Vor allen Dingen sind die Gerätschaften kein Spielzeug einzelner Feuerwehrmitglieder," betonte Müller während seines Berichtes.
Die Feuerwehrtechnische Zentrale mit der Einsatzleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst spielt in der Sicherheitskette zum Schutze der Bürger im Landkreis eine wichtige Rolle. Die ständige Überwachung von Fahrzeugen und Geräten schafft Sicherheit und wirkt sich kostendeckend für alle Gemeinden aus. "Das Höchstalter unserer Fahrzeuge und des technischen Geräts wäre ohne die FTZ erheblich geringer" erläuterte der Kreisbrandmeister. "Wenn Hilfe oder Unterstützung benötigt wird, wird die Bevölkerung sich auf ihre Feuerwehr verlassen können und daß wie immer freiwillig und ohne Eigennutz".
"Wo ständen wir, wenn wir die Feuerwehren nicht hätten?" fragte Oberkreisdirektor Wolfgang Haubold anfangs seines Grußwortes. Dank sprach er dann den Führungskräften aus und bat diese, diesen Dank für die stete Einsatzbereitschaft an die Basis weiterzugeben.