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| Der neue ELW 2 des Landkreises Oldenburg auf dem Kreisfeuerwehrtag 2003
in Littel. Bild: Matthias Liebl |
Landkreis / Littel. Nach dem Festumzug nahm Landrat Frank Eger die Gelegenheit wahr, den neuen Einsatzleitwagen 2, auch ELW 2 genannt, der Kreisfeuerwehr offiziell in Dienst zustellen und die Schlüsselübergabe zu vollziehen. Wegen der hochsommerlichen Hitze verzichtete er auf lange Erläuterungen und stellte im Gespräch anschließend fest, dass das Fahrzeug dem Landkreis 221.000 EUR kostet. Der Beschluss war im Ende 2000 gefasst und danach in viel Kleinarbeit von Führungskräften der Kreisfeuerwehr und Mitarbeitern der Feuerwehrtechnischen Zentrale entwickelt, nachdem viele gleichartige Fahrzeuge besichtigt worden waren. Das Fahrzeug wurde auf die Bedürfnisse des Landkreises abgestellt und entsprechend ausgerüstet. Im September 2002 gab der Kreisausschuss grünes Licht für die europaweite Ausschreibung für den Einsatzleitwagen ELW 2. Fahrgestellt und Aufbau wurden getrennt vergeben und Zusatzausstattungen wurden gesondert beschafft.
Der ELW 2 hat zwei Arbeitsräume - tatsächlich aber drei, wenn die Fahrerkabine dazu gerechnet wird. Der Sprechfunkraum hat drei Arbeitsplätze und es können von hier fünf Funkverkehrskreise gleichzeitig bedient werden sowie die Telefonvermittlung für das digitale Feldtelefon. Die Fahrzeugnetzanlage kann an jedes öffentliche Telefonnetz angeschlossen werden. Weiter stehen Mobiltelefone zur Verfügung.
Der Besprechungs-, Lage- und Führungsraum hat elf Arbeitsplätze mit zusätzlichem PC-Arbeitsplatz. Ein eingebautes Stromaggregat versorgt die Geräte mit Energie, wenn keine Verbindung zum öffentlichen Versorgungsnetz möglich ist. Klimaanlagen sorgen für optimale Arbeitsbedingungen in den Räumen. Auffallend sind zwei hohe Masten, wenn das Fahrzeug einsatzbereit ist. Ein Antennenmast und ein Mast für die Beleuchtung, ein sogenannter Leuchtballon lassen den Standort des Fahrzeuges von weitem erkennen. Das Einsatzspektrum des Fahrzeuges ist breit. Von Großschadenslagen wie Unfälle mit vielen Verletzten, Hochwasser, Gefahrgutunfälle und Wald- und Flächenbrände bis zur Vermisstensuche konnte es zum Einsatz. Immer auch dann, wenn mehrere Fachdienste unter einer Einsatzleitung einen Einsatz abwickeln müssen.
Der symbolische Schlüssel wanderte dann vom Landrat Frank Eger zu Kreisbrandmeister
Ernst-August Müller, zum Leiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale Gerd
Wiechmann. Dieser übergab den Schlüssel dann an den Leiter des Fernmeldzuges
Martin Klose. Anschließend wurde das Fahrzeug von vielen interessierten
Feuerwehrleuten, aber auch von Gästen in Augenschein genommen.