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Durch den Wegfall der Bezirksregierungen und der Neueinführung der Polizeidirektionen in Niedersachsen hat es auch erhebliche Veränderungen im Bereich der Feuerwehren gegeben. Leider wurde diese Umstrukturierung ohne eine vorherige Rücksprache mit den Verantwortlichen der Feuerwehren durchgeführt. Daraus resultiert, daß einfach über die Köpfe der Führungsgremien der Feuerwehren hinweg Entscheidungen getroffen wurden, die so nicht hinnehmbar sind. Die Folgen der Entscheidungen unseres Innenministers Schünemann sind eindeutig gegen die Feuerwehren und können die Zerschlagung des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes zur Folge haben.
Die Landkreise Vechta und Cloppenburg gehören seit eh und je zum Oldenburgischen Land und sind aus unserem Kreise entfernt worden. Dafür wurde aber dem Aufsichtsbereich unseres Regierungsbrandmeisters der Landkreis Wittmund hinzugefügt. Die Wittmunder sind sicherlich sehr nette Kameraden und Kameradinnen, auch trinken wir gern mal ein Gläschen zusammen, mehr Gemeinsamkeiten haben wir allerdings nicht, denn der Landkreis Wittmund gehört dem Ostfriesischen Feuerwehrverband an.
Auch im Punkto Leitstellen sollten laut Aussage unseres Innenministers freiwillige Zusammenschlüsse bevorzugt behandelt werden. Als diese Zusammenschlüsse jedoch realisiert werden sollten, waren diese nicht mehr gefragt weil diese auch über die Grenzen der Polizeidirektionen hinaus erfolgten. Mitlerweile ist unser freiwilliger Zusammenschluß jedoch auch von Herrn Schünemann abgesegnet worden.
Aus diesen beiden„ kleinen " Beispielen können wir erkennen, daß die Freiwilligen Feuerwehren im Land Niedersachsen für Herrn Innenminister Schünemann gar nicht so wichtig sind.
Hätte man dies mit einem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude gemacht, hätte sich unser Innenminister an den Denkmalschützern die Zähne ausgebissen. Bei uns handelt es sich jedoch nur um Regionen, in den Menschen leben.
Wir Freiwilligen Feuerwehren können daher nur gemeinsam dafür kämpfen, das wir wieder aus den Polizeidirektionen herausgelöst und der Verwaltung in der Regierungsvertretungen zugeordnet werden.
Hier und an dieser Stelle sei gesagt, daß der Verbandsvorsitzende Peter Sparkuhl und ich in meiner Eigenschaft als Kreisbrandmeister an einem Strang ziehen und weiterhin bemüht sein werden, alles zu tun, die Freiwilligen Feuerwehren hoch zu halten.
Die Sicherheit unserer Bevölkerung hängt im Wesentlichen von dem Engagement der Ehrenamtlichen, freiwilligen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden ab.
Ohne unsere Freiwilligen Feuerwehren wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, Gefahren von unserer Bevölkerung im Landkreis und den Gemeinden schnellstmöglich fernzuhalten.
In diesem Jahr ist die Bereitschaftsübung durch die II. Feuerwehrbereitschaft auszuarbeiten, die dann am 15. Juli 2006 stattfinden wird.
Vom 28. - 29. Mai 2005 wurde der Kreisfeuerwehrtag in Großenkneten durchgeführt.
Durch viele Mühen der Feuerwehr Großenkneten waren diese beiden Tage ein voller Erfolg. Hierfür spreche ich der Feuerwehr Großenkneten nochmals meinen allerherzlichsten Dank aus.
Am 12. Nov. 2005 fand in den Räumen der FTZ die Weiterbildungsveranstaltung für Führungskräfte statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung vom Ausbildungsleiter Uwe Moysich und vom stv. Kreisbrandmeister Klaus Schaffstädter.
Hierfür meinen herzlichen Dank, es ist nicht immer einfach, für diese Veranstaltung die richtigen und vor allen Dingen interessante Vorträgen zu finden und auszuarbeiten.
Dem Fernmeldezug gehörten im Kalenderjahr 2005 19 Kameradinnen und Kameraden an.
Sie absolvierten insgesamt 37 Dienste für den Landkreis, worin auch 5 Einsätze beinhaltet sind.
Aus dem Bereich Atemschutz ist zu berichten, daß die Atemschutzgeräteträger ihre Übungen in der Atemschutzübungsanlage in der FTZ und den Gemeindeatemschutzübungen absolviert haben. Außerdem haben unter der Leitung des Kreisatemschutzwartes Besprechungen und Fortbildungsveranstaltungen der Atemschutzwarte stattgefunden.
Im Kalenderjahr 2005 wurden in der Kreisausbildung verschiedene Lehrgänge mit 439 Kameradinnen und Kameraden durchgeführt.
Neben der Truppmannausbildung Teil 1, den Atemschutz- , Sprechfunker- und Maschinistenlehrgängen wurde eine Gefahrstoffweiterbildung, eine Sicherheitsbeauftragten - Belehrung, ein Lehrgang für Blasmusiker und vor allen Dingen das Fahrersicherheitstraining durchgeführt.
Allen Ausbildern und dem Ausbildungsleiter, sowie seinem Stellvertreter spreche ich hiermit für die geleistete Arbeit meinen Dank und Anerkennung aus.
Leider mußten im Kalenderjahr 2005 auch 36 Feuerwehrunfälle verzeichnet werden. Von diesen Unfällen entfallen insgesamt 12 auf die Jugendfeuerwehren.
Alle 16 Jugendfeuerwehren des Landkreises Oldenburg können auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der Mitgliederbestand ist im Kalenderjahr 2005 leider etwas gesunken. Am 31. 12. 2005 gehörten der Kreisjugendfeuerwehr 390 Mitglieder ( 305 Jungen und 85 Mädchen) an.
18 Jungen und 7 Mädchen sind im letzten Kalenderjahr in die aktiven Wehren übergetreten.
Am Kreiszeltlager in Otterndorf haben insgesamt 380 Jugendliche und Betreuer teilgenommen. Trotz des nassen Wetters und manchmal sintflutartigen Regenfällen hatte alle Jugendlichen ihren Spaß. Erstmals brauchten nicht alle Jugendfeuerwehren ihre eigenen Zelte mitnehmen, da wir dort in fest aufgebauten Zelten Unterkunft gefunden hatten.
Als Gast nahm unser Landrat Frank Eger und sein Sohn mit Begeisterung für einige Tage am Lagerleben im Zeltlager teil.
28 Jugendfeuerwehrmitglieder der Feuerwehren Harpstedt, Wardenburg, Wildeshausen, Prinzhöfte - Horstedt und Klein Henstedt sowie Kirch- und Klosterweite haben die Abnahme der Leistungsspange bestanden. Hierbei handelt es sich um die höchste Auszeichnung der
Leider haben sich auch im Zuge der Einführung der Polizeidirektionen personelle Veränderungen bei der Polizei ergeben. Dies hat in der Vergangenheit bereits zu kleinen Verärgerungen und Missverhältnissen zwischen der Feuerwehr und der Polizei geführt, da sich die Kameraden der Polizei und der Feuerwehr untereinander nicht mehr kennen.
Dies konnte jedoch in einem sehr gut und harmonisch verlaufendem Gespräch auf der Führungsebene der Polizei und der Feuerwehr aufgeklärt und behoben werden.
Als Ergebnis hieraus, sollen neu einzuarbeitende Polizeibeamte auf die besondere Situation der
„ Freiwilligen Feuerwehren " sensibilisiert werden. Auch sollen sich die Einsatzleiter frühzeitig als Ansprechpartner zu erkennen geben.
Auf den Dienstbesprechungen am Montagabend in der FTZ, an denen neben den Kreisbrandmeistern auch der Verbandsvorsitzende und der Ausbildungsleiter, sowie die Kreisverwaltung - vertreten durch Herrn Hans Rüger oder Herrn Alberts - teilnimmt, wird immer wieder der Dialog zwischen Verwaltung und Feuerwehr gesucht.
Wichtige Dingen können hier schnellstmöglich besprochen werden.
Für die gute Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und das immer wieder gute Vertrauen möchte ich mich daher hier an dieser Stelle recht herzlich bedanken.
Im Kalenderjahr 2005 wurde im Kreisgebiet zu insgesamt 494 Einsätzen ausgerückt. Diese gliedern sich wie folgt auf :
9 Kleine Schleife in Wildehausen ( FO }
206 Feuer für eine Ortsfeuerwehr (F 1)
26 Feuer für zwei Orstfeuerwehren ( F2 )
14 Feuer für drei und mehr Ortsfeuerwehren ( F3 )
192 allgemeine Hilfeleistungen ( Hl )
3 Gefahrgutunfälle ( H3 )
44 Verkehrsunfälle mit eingekl. Person ( W3 )
Am 09. Okt. 2005 wurde der Feuerwehr Harpstedt ein neuer Schlauchwagen des Kreises übergeben. Dies konnte wiederum ermöglicht werden, weil der Kreis einen gebrauchten Kastenwagen anschaffte und das gesamte Innenleben dieses Fahrzeuges in Eigenarbeit der Mitarbeiter der FTZ aus und umgebaut wurde.
Ebenfalls konnte ein VW-Pritsche ( als Geschenk der Exxon Mobil ) von den Mitarbeitern der FTZ umgebaut und der Kreisfeuerwehr, sowie dem Kreisfeuerwehrverband je zur Hälfte zur Verfügung gestellt werden.
Für dieses Geschenk nochmals herzlichen Dank an die Fa. Exxon Mobil.
Für das Engagement der Mitarbeiter der FTZ aber auch der Mitarbeiter der Leitstelle bedanke ich mich an dieser Stelle ebenfalls recht herzlich.
Am 27. August 2005 fand auf dem Gelände der Ziegelei Knabe in Kirchkimmen die Bereitschaftsübung der II. Kreisfeuerwehrbereitschaft statt.
Diese Übung wurde erstmals unter der Leitung des Bereitschaftsführers der 1. Kreisfeuerwehrbereitschaft ausgearbeitet.
Hieran nahm auch die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Vechta teil.
Alles in allem war diese Übung ein voller Erfolg. Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die uns dieses hervorragende Gelände zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt haben.
Jugendfeuerwehr.
Die Jugendflamme der Stufe 1 konnte nach bestandener Prüfung an 37 Jugendfeuerwehrmitglieder verleihen werden.
Ebenfalls konnten 51 Mädchen und Jungen, der Jugendfeuerwehren des Landkreises, nach bestandener Prüfung in Wildeshausen, mit der Jugendflamme der Stufe 2 ausgezeichnet werden.
Auf dem Kreisfeuerwehrtag konnte die Jugendfeuerwehr Harpstedt den Siegerpokal vor den Mannschaften der Jugendfeuerwehren Wildeshausen und Kirch- und Klosterseelte in Empfang nehmen.
Ich bedanke mich bei allen Jugendfeuerwehren und deren Betreuer für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit, und wünsche allen, mit der Jugendarbeit betrauten weiterhin viel Spaß und gutes Gelingen, denn es ist nicht immer leicht, allen Wünschen der Jugendlichen gerecht zu werden.
Zu guter Letzt bedanke ich mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihren selbstlosen und immer bestmöglichen Einsatz für die Allgemeinheit - das heißt für das Wohl unserer Bürger des Landkreises Oldenburg - .
Ich wünsche uns allen in diesem Jahr möglichst wenig Einsätze; auch wenn äußere Gefahren zur Zeit unmittelbar vor den Toren des Landkreises bzw. des Landes Niedersachsen - wörtlich genommen - in der Luft liegen bzw. fliegen.
Auch wünsche ich allen Einsatzkräften die nötige Um- und Vorsicht, damit mögliche Unfälle vermieden werden und alle Kameradinnen und Kameraden immer gesund zu ihren Familien zurückkehren.
04. Mrz. 2006